Mihhail Zigadlo ist der Gründer und kreative Kopf hinter Racer Worldwide, einer estnischen Streetwear-Marke, die nostalgisches Storytelling mit mutigem, Grenzen überschreitendem Design verbindet.
Racer wurde 2017 ins Leben gerufen, als er gerade einmal 16 Jahre alt war, und begann als Schulprojekt – ohne Plan, aber mit dem Drang, gemeinsam mit Freunden etwas Eigenes und Cooles zu schaffen. Was mit ein paar Fotos aus einer Filmkamera auf Instagram begann, entwickelte sich organisch zu einer weltweit angesehenen Marke, die von Neugier, Experimentierfreude und kollektiver Energie geprägt ist.
Racer entwickelte sich schnell von einem Nebenprojekt zweier Personen in einem Keller zu einem vollwertigen Kreativkollektiv, das den Puls der Jugendkultur Osteuropas nach der Jahrtausendwende einfängt. Die Designs – eine Mischung aus Jeans, abgenutztem Leder, Einflüssen von früher und ironischen Slogans – sind kulturelle Reflexionen, die aus gemeinsamen Erinnerungen und alltäglichen Einflüssen entstanden sind. Für Mihhail und sein Team kommt die Inspiration von überall her: von der Kleidung, die sie mit 12 trugen, von dem, was ihre Eltern in den 90er-Jahren trugen, oder sogar von gefälschten Mitbringseln vom Asiamarkt.
Video: Kristjan Taal
Konzept „Verwurzelt in Estland“
Im Laufe der Jahre ist das Team auf mehr als zehn Personen angewachsen, von denen die meisten Freunde oder Fans der ersten Stunde sind. Ihre Rollen sind flexibel – je nach Energie und Bedarf wechseln sie zwischen kreativen, produktionstechnischen und organisatorischen Aufgaben. Mihhail selbst bewegt sich irgendwo zwischen Kreativdirektor und CEO. „Wir haben keine festen Berufsbezeichnungen. Das Einzige, was konstant bleibt, ist, dass wir immer wieder Neues schaffen und ausprobieren“, sagt er.
Trotz seines rasanten Wachstums war Racer Worldwide nie an eine bestimmte Ästhetik oder Subkultur gebunden. Stattdessen setzt das Unternehmen auf stilistische Freiheit und Neuerfindung – jede Kollektion wird als kultureller Schnappschuss betrachtet, als Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor, Vintage und Futurismus. Der Ansatz beruht auf Kollaboration, Unkonventionalität und dem Stolz der Generation Z. Die Marke wird auf die gleiche Weise aufgebaut wie die Freundschaften: durch Memes, Skate-Videos, gemeinsame Playlists und Direktnachrichten.
Durch die Nähe zu ihrer Zielgruppe – über soziale Medien, ungefiltertes Storytelling und eine Podcast-Reihe mit Einblicken hinter die Kulissen – hat Racer mehr als nur eine Marke aufgebaut. Es ist eine Community. Eine Familie. Ein lebendiger, sich verändernder Organismus, der aus dem postsowjetischen Estland hervorgegangen ist, von Ambitionen geprägt und von der Überzeugung angetrieben wird, dass Mode Spaß machen, ausdrucksstark und niemals statisch sein sollte.
Von weißen Print-on-Demand-Sweatshirts bis hin zu maßgeschneiderter Strickware und weltweitem Versand zeigt Racer Worldwide, was estnische Streetwear werden kann, wenn sie mutig, ehrlich und gemeinschaftlich ist.
Konzept: AD Angels
Kleidung: Racer Worldwide
Styling: Marion Laev
Foto: Krõõt Tarkmeel
Video: Kristjan Taal
Ort: Loopealse, Lasnamäe
Gefördert durch die EU – NexGenEU