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Kelly Sildaru: Von den Pisten Tallinns auf die Weltbühne

Die estnische Freestyle-Ski-Sensation Kelly Sildaru hat ihre Anfänge auf kleinen Hügeln in einen internationalen Erfolg verwandelt: mit olympischen Medaillen, X-Games-Titeln und einer Geschichte voller Durchhaltevermögen.

4 Min. Lesezeit

Kelly Sildaru ist Estlands berühmteste Freestyle-Skifahrerin, eine Weltklasse-Athletin, deren Karriere von Stil, Beständigkeit und dem Mut geprägt ist, trotz Rückschlägen immer weiterzumachen.

Sie wurde 2002 in Tallinn geboren und wuchs weit entfernt von den hohen Bergen auf, die man normalerweise mit Wintersport verbindet. Die kleinen örtlichen Pisten wurden zu ihrem Trainingsgelände, und mit der Unterstützung ihrer Familie nahm sie bereits an internationalen Wettkämpfen teil, als die meisten Kinder in ihrem Alter noch ihre ersten Fahrversuche unternahmen. Mit nur 13 Jahren schrieb Kelly bei den Winter X Games in Aspen Geschichte, als sie Gold im Slopestyle gewann und somit sowohl zur jüngsten Siegerin in der Geschichte des Wettbewerbs als auch zur ersten Estin wurde, die dort eine Medaille gewann. Dieser Sieg war die Initialzündung, die aus dem aufstrebenden Talent einen weltbekannten Namen machte.

Von diesem Moment an nahm Kellys Karriere Fahrt auf. Sie gewann insgesamt 10 X-Games-Medaillen, darunter mehrfach Gold, und holte außerdem eine Goldmedaille bei den Olympischen Jugendspielen, einen Weltmeistertitel in der Halfpipe sowie eine Bronzemedaille im Slopestyle bei den Olympischen Winterspielen Beijing 2022. Ihre Vielseitigkeit ist außergewöhnlich – sie hat in allen drei wichtigen Freestyle-Disziplinen das Siegertreppchen erreicht: Slopestyle, Halfpipe und Big Air. Bekannt als die „Königin der Rails“ für ihre Präzision und Kreativität in technischen Abschnitten, kombiniert sie schwierige Tricks mit einem geschmeidigen, mühelosen Stil, der ihre Leistungen in jedem Wettbewerb auszeichnet.

Kelly Sildaru Estonian freestyle skier portrai

Kelly Sildaru, Weltmeisterin im Freestyle-Ski aus Estland. Foto: Krõõt Tarkmeel

Der Erfolg kam nicht ohne Herausforderungen. Im Jahr 2017 verhinderte ein Kreuzbandriss ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen in PyeongChang. Jahre später zwang sie eine weitere schwere Knieverletzung Anfang 2023 zu einer langen und schwierigen Rehabilitation, die sowohl ihre Geduld als auch ihre Entschlossenheit auf die Probe stellte. Ende desselben Jahres stand sie wieder auf den Brettern und baute langsam ihre Kraft wieder auf, doch ein weiterer Kreuzbandriss beendete ihr Comeback Ende 2024 vorzeitig. Drei schwere Verletzungen in weniger als einem Jahrzehnt hätten viele Karrieren beendet – für Kelly sind sie jedoch Teil ihrer Geschichte geworden. Ihr Ziel ist nach wie vor das vollständige Comeback, für das sie die Olympischen Spiele Milano Cortina 2026 fest im Blick hat.

Tallinn war schon immer ihr Anker. Während ihr Beruf sie zu Trainingslagern in den Alpen, den Rocky Mountains oder nach Neuseeland führt, lebt sie weiterhin in Estland, umgeben von Freunden und Familie. Sie fährt immer noch gerne Ski auf den kleinen Hügeln Tallinns, wo alles begann, und hält sich so vor Augen, wie weit sie gekommen ist. Die Verbindung zu ihrer Heimat ist ein zentraler Bestandteil ihrer Identität, und trotz ihrer weltweiten Anerkennung bleibt sie eine vertraute, nahbare Persönlichkeit in der estnischen Sportler-Community.

Abseits der Pisten spiegelt Kellys Leben ihre Neugier und ihren Drang wider, neue Erfahrungen zu sammeln. Sie trat bei der Tallinn Fashion Week auf und verband Sport und Stil mit derselben Selbstsicherheit, die sie auch bei Wettkämpfen an den Tag legt. Sie hat auch ihre mitfühlende Seite gezeigt, indem sie auf ihren Reisen streunende Hunde gerettet und sie nach Estland gebracht hat, damit sie dort versorgt werden. Im Jahr 2023 wurde ihr Leben zum Thema eines Dokumentarfilms in Spielfilmlänge, der ihren Weg von einem jungen Talent zu einer der erfolgreichsten Sportlerinnen Estlands nachzeichnete und ihre Hingabe und Ausdauer hinter den Medaillen zeigte.

Mit Anfang zwanzig ist Kelly Sildaru bereits zweimalige estnische Sportlerin des Jahres und Trägerin des Ordens des Weißen Sterns. Dennoch wirkt ihre Geschichte noch lange nicht auserzählt. Ob sie nun auf einem olympischen Siegertreppchen steht, einen neuen Trick landet oder die nächste Generation estnischer Skifahrer inspiriert, sie beweist weiterhin, dass die Größe der heimischen Hügel nicht die Höhe der Ambitionen bestimmt.

 

Video: Kristjan Taal

Verwurzelt im estnischen Konzept

Konzept „Verwurzelt in Estland“

Kelly Sildaru fährt nicht nur Ski, sie schreibt die Gesetze der Schwerkraft neu.

In der Luft über einer städtischen Skyline oder auf schneebedeckten Berghängen bewegt sie sich mit Präzision und Kraft. Jeder Sprung ist eine Frage, die sie dem Himmel stellt. Jede Landung ist eine Antwort.

Die Jahreszeiten wechseln. Schnee bedeckt das Land und schmilzt wieder, aber ihre Flugbahn zeigt immer nach oben. Was sie praktiziert, ist nicht nur Sport – es ist Furchtlosigkeit.

Und sie lässt alles mühelos aussehen.

Sildaru erinnert uns daran, dass Brillanz nicht immer lautstark ist. Manchmal schwebt sie – leise, wunderschön – und hinterlässt keine Spur aus Schnee, sondern aus Ehrfurcht.

 Konzept: AD Angels
Kleidung: PUUE universe
Styling: Marion Laev
Foto: Krõõt Tarkmeel
Video: Kristjan Taal
Ort: Kreuzfahrtterminal Tallinn
Gefördert durch die EU – NexGenEU

 

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